Michael Götte
freut sich über den guten Jahresabschluss des Jahres 2025.
Mehr Einnahmen aus Grundstücksverkäufen und weniger Ausgaben, insbesondere im Bildungsbereich: Der Jahresabschluss 2025 für Tübach fiel deutlich besser aus als budgetiert. Daher ist in diesem Jahr in der Gemeinde keine Steuererhöhung vorgesehen.
Tübach Noch vor einem Jahr stellte die Gemeinde Tübach eine Steuererhöhung in Aussicht. Nun die Kehrtwende: Dank eines deutlich besseren Jahresabschlusses als budgetiert ist eine Anpassung per 2026 nicht nötig. Statt des erwarteten Defizits von 1,2 Millionen Franken resultierte 2025 ein Minus von 373’189 Franken – eine Besserstellung von rund 905’000 Franken.
Gemeindepräsident Michael Götte spricht von einem «klaren Zeichen, dass sich finanzielle Disziplin auszahlt». Man habe sämtliche Ausgaben kritisch hinterfragt: «Wir haben bei allen Projekten konsequent zwischen «must-have» und «nice-to-have» unterschieden.»
Ein Teil der Entlastung kam aus dem Bildungsbereich. Insgesamt fielen die Kosten rund 170’000 Franken tiefer aus als budgetiert. Unter anderem, weil weniger Oberstufenschüler in Tübach wohnhaft waren, denn pro Schüler fallen rund 25’000 Franken an. «Wir sind natürlich froh um jeden Jugendlichen, der seinen Weg macht. Wenn jemand nach der zweiten Sek an die Kanti geht, entlastet das unser Budget zusätzlich», sagt Götte.
Den grössten Beitrag zur positiven Abweichung leisteten jedoch höhere Steuereinnahmen im Zusammenhang mit Grundstücken. Sowohl bei Grundstückgewinn- als auch bei Handänderungssteuern flossen deutlich mehr Mittel als erwartet – insbesondere der Verkauf vom grossen Teil der Zentrumsüberbauung schlug hier zu Buche. Auch die Steuern juristischer Personen entwickelten sich erfreulich und erreichten wieder das Niveau von 2023.
Zusätzlichen Rückenwind brachten die Gemeindewerke: Das Wasser- und das Elektrizitätswerk konnten Gewinne verzeichnen. «Wir kaufen unsere Energie strukturiert über eine Plattform ein. Der gezielte Einkauf und Verkauf hat sich ausbezahlt», erklärt Götte.
In den vergangenen Jahren investierte Tübach stark – vor allem in Liegenschaften und den Strassenbau. Künftig stehen deutlich tiefere Investitionen an, etwa für eine neue Schliessanlage oder das Schiesswesen.Beim Gemeindepersonal gab es für dieses Jahr keine generellen Lohnerhöhungen, sondern lediglich individuelle Anpassungen.
Für 2026 rechnet die Gemeinde mit einem Defizit von rund 680’000 Franken – «zum Glück nicht mehr so hoch wie im letzten Jahr», so Götte. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, müsse man 2027 allenfalls erneut über eine Steuererhöhung diskutieren. Vorerst aber können die Tübacherinnen und Tübacher aufatmen. «Wir sind im Moment finanziell stabil unterwegs und hoffen, dass dies auch weiterhin so bleib und dass hoffentlich noch steuerliche Sondereffekte dazu kommen», betont Götte.Über das Budget und die Rechnung wird an der Bürgerversammlung vom 25. März informiert und abgestimmt.
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