11.09.2025 10:28
Beton kaputt – das Bangen um die Badhütte geht weiter
Die Betonkonstruktion und die Stützen bei der Badhütte müssen erneuert werden
Nach dem Feuerinferno von Rorschach steht die Badhütte vor neuen Problemen. Die Analyse zeigt kaputte Betonkonstruktion und Pfeiler. Vor allem aber bereiten die Holzpfeiler im See Sorgen.
Rorschach Die Flammen wüteten im Dezember 2024. Am Ende blieb von der Badhütte kaum noch was übrig. Das Wahrzeichen am See, das über Generationen die Sommer prägte, brannte bis auf die Betonkonstruktion und Pfeiler nieder. Noch während der Brand tobte, versprach Stadtpräsident Robert Raths: Die Badhütte kommt zurück. Doch jetzt ist klar, der Weg dorthin wird schwieriger und teurer als gedacht.
Betonkonstruktion und Pfeiler nicht mehr verwendbar
Nach dem Abbruch der Ruine untersuchten Fachleute die Betonkonstruktion, auf der die Badhütte stand. Das Ergebnis liegt vor und es ist ernüchternd. Laut der aktuellen Stadtinfo ist der Beton über wie unter Wasser in so schlechtem Zustand, dass er nicht mehr verwendet werden kann. Damit steigen die Kosten für den Wiederaufbau.
Raths rechnet mit einer Summe von sechs bis acht Millionen Franken. Nun sagt er: «Immerhin haben wir ein erstes Resultat. Was das in Zahlen heisst, kann ich nicht sagen.» Fest steht, dass die Stadt nicht alleine für das Projekt Wiederaufbau aufkommen kann. Deshalb wurde eine Stiftung ins Leben gerufen, die Spenden sammelt und die Finanzierung sicherstellen soll.
Holzpfeiler als grosse Unbekannte
Doch damit nicht genug. Auch die Holzpfeiler im Wasser, auf denen die Betonpfeiler ruhen, sind ein Risiko. Ob sie noch tragfähig sind, wird derzeit geprüft. Die Resultate stehen aus. «Wir warten nun mal ab», so Raths gegenüber den Bodensee Nachrichten. Sollte sich zeigen, dass auch die Holzpfeiler nicht mehr taugen, muss die Ausgangslage neu beurteilt werden.
Der Wille, das Projekt durchzuziehen, ist dennoch ungebrochen. An der Spitze der neuen Stiftung steht Raths selbst. Ihm zur Seite steht Stadträtin Ariane Thür Wenger. Im Gremium vertreten sind auch Axel Thoma und Jürg Bereuter aus Rorschach, Peter Baumberger aus Goldach, Roman Capaul aus Rorschacherberg sowie Thomas Hansmann, der in Rorschach und Mörschwil tätig ist. Allesamt bekannte Persönlichkeiten aus der Region, die sich für das Wahrzeichen einsetzen wollen.
Von Marino Walser